Aus meinem Leben

Russische Maultascherl

Heute, da hatte ich wieder mal die Einkäufe für Oma erledigt. Denn heute, da hatte sie keinen besonders guten Tag, was ihre Gesundheit angeht.

Und als ich ihr diese schließlich gebracht habe, hatte ich wieder mal mit der üblichen Diskussion gerechnet, was das Trinkgeld fürs Einkäufe machen angeht. Genau die, dass ich mir das Geld behalten und mir damit was Schönes kaufen soll. Den Klassiker eben, denn ihr bestimmt alle von euren Großeltern kennt. Und ihr wisst ja gar nicht, wie sehr ich das hasse, Omas Portmonee zu erleichtern. Noch dazu, wo ihre Pension ohnehin so mickrig ist. Also begann wieder mal dieselbe anstrengende Diskussion, was die Belohnung für das Einkaufen angeht, bis ihr schließlich ein Licht aufgegangen ist.

Ihr ist nämlich wieder eingefallen, dass sie sich letzte Woche eine Riesenmenge an Maultascherl gemacht hatte, welche sie mit Topfen, Speck, Zwiebel, Kartoffel, Pfeffer und Salz auf typisch russische Weise gemacht hatte. Und da sie sich diese eingefroren hatte, kam ihr plötzlich doch noch eine gute Idee, wie sie mich belohnen konnte, ohne dass ich dabei ein langes Gesicht ziehe. Sie hat mir einfach angeboten, dass ich mir welche auf der Pfanne aufwärme und ja, damit konnte mich Oma doch noch kaufen. Denn für Maultascherl, da mache ich echt alles. Oder sagen wir besser, sehr viel.

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